Viele Straßenlaternen schon umgerüstet
Sparen wird auch im neuen Jahr ein zentrales Thema. Die Kommunen werden sich diesem stellen müssen. Gute Ansätze gibt es schon bei Straßenleuchten.
Es war der erste Arbeitstag des neuen sächsischen Umweltministers Frank Kupfer: Auf der frisch sanierten Georgewitzer Straße in Löbau wurden alte, stromfressende Straßenlampen gegen neue, energiesparende Leuchten ausgetauscht. 70 Watt statt 230 Watt – das kann dort bis zu 1700 Euro Ersparnis bringen.
Löbauer Lampen in Dresden
Die Technik der Löbauer Firma Hess Lichttechnik strahlt dabei sowohl in der Region als auch darüber hinaus: Erst kürzlich wurden im erzgebirgischen Sehmatal-Cranzahl Löbauer Sparlampen angeschaltet. Hess-Technik kommt auch in Dresden am Postplatz und der Prager Straßen zum Einsatz.

Ein Blick zurück: Am 19. Juni vorigen Jahres stellte der Geschäftsführer der Hess Lichttechnik Löbau,
Christoph Hess (rechts), dem neuen sächsischen Agrar- und Umweltminister Frank Kupfer (Mitte) an der
Georgewitzer Straße in Löbau energiesparende Straßenleuchten vor.
Zittaus Oberbürgermeister Arnd Voigt (Freie Bürger) schwört auf eine energiesparende Dimmtechnik. „Die Einsparung an Energie kann bis zu 50 Prozent betragen“, sagt er. Im Industriegebiet Weinau, großen Teilen von Hartau und Teilen von Eichgraben sei die Straßenbeleuchtung schon auf die Dimmtechnik umgestellt worden. Dieses Jahr soll Eichgraben komplett auf Dimmtechnik umgerüstet werden. Weitere Stadtteile von Zittau folgen ebenfalls. Die Stadt finanziert die Umstellung mit dem bereits durch Dimmtechnik eingesparten Geld.
„Wir achten schon seit 1990 darauf, bei der Umrüstung von Straßenlaternen oder neuer Beleuchtung energiesparende Lampen einzusetzen“, sagt Bernstadts Bürgermeister Bernd Lange (parteilos). Diese Maßnahmen seien die Wesentlichsten. Die 772 Straßenlaternen der Stadt hätten zum größten Teil Energiesparlampen.
Die Stadt Ebersbach nutzt laut Bürgermeister Bernd Noack (CDU) seit zwei Jahren Energiesparlampen für die Straßenbeleuchtung. „Das sind dann 25 anstatt 70 Watt. 400 von den rund 2000 Straßenlaternen wurden bereits umgerüstet“, sagt Bernd Noack. Derzeit werde außerdem geprüft, eine Dimmung zu installieren.
Im Bereich der B 96 sollen 2009 und 2010 Energiesparmaßnahmen umgesetzt werden.
Bürgermeister Christian Hänel (parteilos) kann das Thema für sich abhaken. Mit der Erneuerung der Straßenbeleuchtung sei in seiner Gemeinde 1996 begonnen worden. Abgeschlossen wurde sie 2001. Überall brennen heute Energiesparlampen. Aus Kostengründen werden auch sie teilweise von Mitternacht bis vier Uhr abgeschaltet.
Beleuchtungs-Urzustand
Sehr unterschiedlich stellt sich die Beleuchtungssituation in Herrnhut dar. Problem gibt es vor allem im Ortsteil Ruppersdorf, sagt Bürgermeister Willem Riecke (Herrnhuter Liste). Es gibt hier noch alte Systeme über die Oberleitung. Speziell dort sind die Abstände zwischen den Laternen größer. So entsteht für manchen Bürger der Eindruck, dass nur jede dritte oder zweite Lampe brennt, was aber nicht der Fall sei.
Speziell auf der Obercunnersdorfer Straße herrsche noch der Urzustand bei der Straßenbeleuchtung. Erneuerungen würden im Zuge mit dem Straßenbau erfolgen. Bei entsprechender Förderung werden dann bei Umrüstungen selbstverständlich auf moderne Technologien zurückgegriffen.
Quelle: Sächsische Zeitung, 05.01.2009